 In finsterer Nacht und bei strömendem Regen trifft Ronald Bender, ein im Leben Gescheiterter, in der biederen schwäbischen Kleinstadt Krailsfeld ein. Das Nest soll seine letzte Station sein. Er tritt in dem in einem finsteren, zerfallenen Schloß befindlichen Nobel-Internat, das wie ein drohender Schatten über der Stadt liegt, eine Stelle als Hausmeister an.
Bender, in vielen Berufen und auf allen Kontinenten zu Hause, einst auch Seemann, flieht vor dem Alkohol und seiner Vergangenheit. Er hat den Tod seiner Frau verschuldet und will vergessen. Er ahnt nicht, daß er mit dem Internat einen Ort nicht enden wollenden Grauens betritt.
Einige halb erwachsene Schüler, vor allem ihre brutale, eher in ein Horrorkabinett passende Führerfigur, terrorisieren das gesamte Internat.
Nur ein Zufall und Benders energisches Einschreiten verhindern den Mord an einem Mitschüler. Merkwürdig ist die Zurückhaltung des undurchsichtigen Direktors Zombeck und seiner dominanten Stellvertreterin Frau Steller.
Nur die Bekanntschaft mit der aparten Pfarrersnichte Gloria Vanderbilt hilft Bender durch diese schwere Zeit und hindert ihn an erneuter Flucht.
Ganz offensichtlich liegt ein Fluch über der Schule, der seine Wurzeln in der Vergangenheit hat. Nur Pfarrer Vanderbilt ahnt die Zusammenhänge und muß daher sterben. Auf der Suche nach dem Mörder werden Ronald und Gloria selbst zu Verfolgten, und sie erleben einen Alptraum von menschlicher Selbstzerstörung ohne Ende. Sie werden gezwungen, in Abgründe der menschlichen Seele zu schauen, die auch die Phantasie des in Sachen Horror erfahrenen Lesers nicht zu ahnen wagt.
Bestseller-Autor Wolfgang Hohlbein ist mit Magog ein Meisterwerk des Grauens gelungen. Ein Buch voll atemloser Spannung von der ersten bis zur letzten Seite für nervenstarke Leser - die erste gelungene deutschsprachige Antwort auf Stephen King.
Der Autor
Wolfgang Hohlbein, 1953 in Weimar geboren, ist der meistgelesene und erfolgreichste deutschsprachige Fantasy-Autor mit einer Gesamtauflage von über 37 Millionen Büchern. Der Durchbruch gelang ihm 1982 mit Märchenmond, das seinen Siegeszug in zahlreichen Ausgaben von den USA bis in den Fernen Osten bis heute ungebrochen fortsetzt. 1993 stand sein phantastischer Thriller "Druidentor" für ein volles Jahr auf der Spiegel Bestsellerliste, gefolgt von vielen anderen Titeln wie "Das Avalon Projekt" (2000), "Anubis" (2005), der preisgekrönten Serie "Die Chronik der Untersterblichen" und dem neuen Serienerfolg "Die Asgard Saga".

Goldmann Taschenbuch, 2009, 520 S.
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