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Background September 2005
Enwors Helden

Auf die Weltbild-Hardcover-Edition 2006/2007 folgen bei Piper ab 2008 neue Enwor Bände als Originaltaschenbuch:

Der eindeutige Held der ersten elf Enwor-Folgen ist eindeutig Skar. Das Vorwort von Band 15 - und damit der vierte mit Daart und Carnac in den Hauptrollen - widmet Wolfgang Hohlbein Enwors Helden. Und das durchaus versöhnlich, denn während bei Piper weitere Originalausgaben im Taschenbuch geplant sind, erschienen jüngst sämtliche Enwor-Abenteuer in einheitlicher Hardcover-Gestaltung in der Weltbild-Sammleredition.

Was ist eigentlich aus Skar geworden? Diese Frage stellen mir zu meiner Freude immer wieder Fans der ersten Enwor-Romane, denn Skar ist einer meiner eigenen Lieblingshelden. Dabei ist die Frage nach seiner weiteren Lebensgeschichte mehr als berechtigt, denn schließlich war es Skar, aus dessen Augen wir - als Autoren wie Leser - Enwor viele Abenteuer lang wahrgenommen haben. Dass der Geburtsort dieses außergewöhnliches Satais nicht auf der Enwor-Karte am Ende dieses Buches zu finden ist, sondern ganz profan auf jeder Deutschlandkarte, ist dabei nur Bestandteil seiner ungewöhnlichen Entstehungsgeschichte.


Der eigentliche geistige Vater Skars ist Dieter Winkler, der die neuen Enwor-Abenteuer im Piper Verlag verfasst, und ihn nebst einigen anderen netten Details in unser gemeinsames Fantasy-Projekt einbrachte, dass wir wenig später dann Enwor nannten. Erwachsen gemacht, so betont Dieter dann allerdings immer wieder bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit, habe ich ihn. Denn nachdem wir beide Skar und seinen engen Freund Del in ein paar unserer Kurzgeschichten laufen gelernt hatten, hatte ich das Vergnügen, Skar zehn Bände lang die verrücktesten Abenteuer erleben zu lassen.

Dann war erst einmal für zehn Jahre lang Sendepause, bis wir - Dieter war nach einem längeren Ausflug auf die andere Seite des Verlagsgewerbes wieder zurück ins Autorenlager gewechselt - mit dem elften Buch einen Neuanfang machten. Die Reaktionen auf diesen erstmals als Hardcover erschienenden Enwor-Band waren gespalten, vielleicht, weil es kaum möglich ist genau an der Stelle anzusetzen, an der man vor zehn Jahren aufgehört hatte, vielleicht aber auch, weil Skar hier im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr ganz der Alte ist. Das ging auch schlecht. Im Band davor kam er so ernsthaft zu Schaden, dass ihn nur eine ganz außergewöhnliche Rettungsmaßnahme wieder ins Leben zurückbefördern konnte.

Dort konnte er sich aber nicht lange halten. Schuld daran waren weder seine Gegenspieler rund um die herrschsüchtige Skarissa Marna, noch die Auflagenentwicklung - denn die übertraf alle Erwartungen der bis dato sowieso schon erfolgreichsten deutschen Fantasy-Reihe -, sondern vielmehr der Verkauf des Weitbrecht Verlags, in dem "Das elfte Buch" erschienen war. Schon wieder also etwas, was ganz profan in Deutschland stattfand, aber deutliche Auswirkungen auf Enwor hatte - und damit auf Skar, der auf Verlegerwunsch nun zunächst erst einmal überhaupt keine Rolle mehr spielen sollte.

Vollständig auf diesen Wunsch einzugehen erschien uns aber unmöglich. Skar erwies sich als so zäh, dass er bereits im zweiten Band der neuen Abenteuer in persona wieder auftrat. Auch seitdem ist er nicht mehr aus der Handlung wegzudenken.

Beantwortet das die Frage, was aus Skar geworden ist? Ja und Nein. Es ist kein Zufall, dass Daart, der Held der neuen Enwor-Abenteuer, wie schon zuvor Skar auf die Spur einer dunklen Seite in sich stößt. Auch wenn er sie auf eine andere Weise wahrnimmt als Skar und auf ähnliche Fragen nicht unbedingt ähnliche Antworten bekommt, so ist das doch genau ein Teil der inneren Verbindung zwischen ihm und Skar - einer Verbindung, die sich wie ein roter Faden durch die neuen Abenteuer zieht.

Viel Spaß dabei wünscht Ihnen

Wolfgang Hohlbein

» Weitere Infos zu Enwor-Reihe

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